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Struktur

Versorgungstechnik und
-organisation:

Wasserversorgung ist in Bayern Pflichtaufgabe für jede Kommune. Dem entsprechend hat sich eine vorwiegend ortsnahe Struktur entwickelt, die feingliedrigste im bundesweiten Vergleich. Zwar bedeutet dies immer größere Herausforderungen an Organisation und Technik, gerade unter den heutigen Marktbedingungen. Doch die Anstrengungen für ein feinmaschiges Netzwerk der Wasserversorger lohnen sich, denn es bedeutet auch klare Vorteile:

Etwa 2.400 überwiegend kommunale Unternehmen betreiben über 3.400 Wassergewinnungsanlagen mit etwa 4.500 Brunnen und 5.000 Quellen. Damit versorgen sie knapp 99 % der gut 12 Millionen Einwohner Bayerns. Daneben bestehen in ländlichen Gegenden noch zahlreiche Eigenversorgungen mit Hausbrunnen oder eigenen Quellfassungen.

Verteilung der gewonnenen Wassermengen auf die verschieden großen Wasserversorgungsunternehmen (WVU): 8 WVU (= 0,5 % von allen) mit einer Jahresproduktion über 10 Mio. m3 liefern 26% der Gesamtmenge. 148 WVU (7,5 %) mit 1 - 10 Mio m3/a liefern 37 %; 374 WVU (19 %) mit 300.000 - 1 Mio m3/a liefern 23 %; und 1433 WVU (73 %) unter 300.000 m3/a liefern 14 % der porduzierten Gesamtwassermenge. + Die Struktur der Wasserversorgung: Viele kleine Unternehmen sorgen für die kommunale Eigenständigkeit der Trinkwasserversorgung (Umweltstatistik 2004).

Kommunale Wasserversorgungsunternehmen müssen kostendeckend wirtschaften: Sie dürfen also keine Gewinne einfahren, andererseits müssen sie aber finanziell in der Lage bleiben, die Anlagen und Rohrnetze instand zu halten, auszubauen und zu erneuern - und dabei mit dem Stand der Technik Schritt zu halten. Dies erfordert auch adäquate Wasserpreise. Gerade bei kleinen Wasserversorgungsunternehmen allerdings können die nötigen Aufwendungen in ein ungünstiges Verhältnis zur verkauften Wassermenge geraten.

Um den heutigen Anforderungen an einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb, an die Qualitätssicherung und an eine langfristige Versorgungssicherheit gerecht zu werden, sind vor allem die kleinen Unternehmen auf eine intensive Zusammenarbeit im Netzwerk der Wasserversorger angewiesen:

Nur eine modern organisierte, leistungsstarke kommunale Wasserversorgung wird sich in einem Wettbewerb auf dem Trinkwassersektor letztendlich behaupten können (Stichwort "Liberalisierung").

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