Wasserwirtschaftsamt
München

Ökologischer Ausbau der Moosach zwischen Giggenhausen und Pulling

Zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit der Moosflächen wurde die Moosach bereits im 19. Jahrhundert begradigt und nahezu kanalartig durch das Moosgebiet geleitet. Zuletzt wurde das Flussbett der Moosach in den 20er Jahren noch einmal tiefer gelegt, da sich durch die Entwässerung des Mooses das gesamte Gelände gesenkt hatte. Vereinzelt trifft man aber immer noch ausgedehnte Niedermoorbereiche an, die jedoch durch die Entwässerung und intensive landwirtschaftliche Nutzung gefährdet sind. Ein erster Schritt zur Erhaltung des Freisinger Mooses und der darin verlaufenden Moosach war die Umwandlung in ein Landschaftsschutzgebiet und eine Schutzzone für Wiesenbrüter. Um wenigstens in Teilbereichen der Moosach wieder eine natürliche Gewässerstruktur zu schaffen, hat das Wasserwirtschaftsamt Freising als Vertreter des Bezirkes Oberbayern ufernahe Grundstücke an der Moosach erworben, damit diese mit Altwassern und Verlandungszonen wieder renaturiert werden. Bei der Planung hat man sich dabei am mäandrierenden Verlauf eines Niederungsflusses orientiert. Langfristig soll sich ein Nebeneinander von abgeschnittenen und neu entstehenden Bachschleifen entwickeln.
Der Freistaat Bayern hat bereits 1994 landwirtschaftliche Flächen an der Moosach erworben. Die Flächen wurden in Wiesen umgewandelt und bis zur Durchführung der Renaturierungsmaßnahmen extensiv genutzt.

Die Moosach vor Baubeginn
+ Die Moosach vor Baubeginn

Entlang des Verlaufes der Moosach wurde das Ufer auf der linken Seite aufgeweitet und der vorhandene Weg in einem weiten Bogen um die neuen Feuchtflächen geführt. Im hinteren Bereich der Maßnahme entstanden zusätzlich zwei Tümpel. Zwischen den Feuchtflächen befindet sich ein Biotop mit Heublumen, das für den Naturschutz von großem Interesse ist.

Planung
+ Planung

Die neuen Biotopflächen entstanden vorwiegend auf einem Untergrund mit einer über einen Meter dicken Almkalkschicht. Dieses Bodensubstrat ist für die Moosgegend sehr typisch. Im Bereich der Feuchtflächen wurde der natürliche und zu fast 100 % reine Almkalk abgetragen und an Landwirte abgegeben, die ihn zur Bodenverbesserung auf den Feldern eingesetzt haben.

Kalkschicht
+ Kalkschicht
Die neuen Biotopflächen entstanden vorwiegend auf einem Untergrund mit einer über einen Meter dicken Almkalkschicht. Dieses Bodensubstrat ist für die Moosgegend sehr typisch. Im Bereich der Feuchtflächen wurde der natürliche und zu fast 100 % reine Almkalk abgetragen und an Landwirte abgegeben, die ihn zur Bodenverbesserung auf den Feldern eingesetzt haben.
Biotop
+Biotop
Auf dem größten Teil der zur Verfügung stehenden Fläche wurde nur der nährstoffreiche Humus abgetragen und der Almkalkboden freigelegt. Kalkliebende Tiere und Pflanzen sollen hier eine neue Heimat finden.
Tümpel
+Tümpel
Im hinteren Bereich der Fläche entstanden zwei Tümpel auf abwechslungsreichem Bodensubstrat aus Almkalk, Lehm und Torf. Auf den Torf ist auch die Braunfärbung des Wassers zurückzuführen.
Modelierung
+Modelierung
Im Bereich der Feuchtflächen wurde die vorhandene Almkalkschicht komplett abgetragen und der darunter liegende Kies für die neue Geländeform modelliert. Die Flächen werden bei Hochwasser überflutet und sind so einer dynamischen Entwicklung überlassen.
Biotop
+Biotop

Im Bereich der Feuchtflächen wurde die vorhandene Almkalkschicht komplett abgetragen und der darunter liegende Kies für die neue Geländeform modelliert. Die Flächen werden bei Hochwasser überflutet und sind so einer dynamischen Entwicklung überlassen.

1 Bagger
2 Schubraupen
zeitweise bis zu 6 LKW