Die Mittlere Isar – es gibt viel zu tun…
Vorbeugender Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung
Der Flussabschnitt der Isar ab dem Oberföhringer Wehr an der Münchner Stadtgrenze bis über Moosburg hinaus wird als Mittlere Isar bezeichnet. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde der einst weit verzweigte Fluss begradigt und in ein gleichförmiges Bett mit befestigten Ufern gezwängt. Durch die Begradigung tiefte sich die Isar immer weiter ein, zusätzlich engten Hochwasserschutzdeiche das Überschwemmungsgebiet ein. Seit dem Bau des Mittleren-Isar-Kanals 1924/28 wird bei Oberföhring Wasser aus der Isar abgezweigt und kurz vor Landshut wieder zurückgeleitet.
In der Isar selbst verblieb nur ein geringer Restabfluss. Seit 2001 ist der Mindestwasserabfluss gemäß Vetrag der E.ON Wasserkraft und dem Freistaat Bayern je nach Jahreszeit auf 11 bis 21 Kubikmeter pro Sekunde gesichert. Trotz dieser Eingriffe hat sich an der Isar zwischen München und Landshut ein weitgehend geschlossener Auwald erhalten, wobei allerdings Fluss und Aue heute nicht mehr im natürlichen Umfang korrespondieren können.
Auf dieser Isarstrecke gibt es für das Wasserwirtschaftsamt München viel zu tun.
Zum einen ist im Bereich der Landkreise Freising und Erding das Gesamtvorhaben Isar 2020 zu verfolgen, zum anderen das Gewässerentwicklungskonzept Mittlere Isar auch im Stadtgebiet und Landkreis München umzusetzen.

Die Isar bei Oberhummel
Grundsätzliche Aufgaben und Ziele
Diese Flusslandschaft im Norden des Münchner Ballungsraumes gilt es für die Zukunft zu erhalten und nachhaltig weiter zu entwickeln.
Ziele sind es,
- den Hochwasserschutz für die Bevölkerung zu verbessern
- Rückhalteflächen für Hochwassser auszuweiten
- die für die Isar und ihre begleitenden Auwälder typischen Lebensräume zu erhalten bzw. wieder herzustellen und
- Fluss und Aue für die Erholung zu erschließen, ohne deren Lebensgemeinschaften nachteilig zu beeinträchtigen.
