Hochwasserschutz für Dorfen
(rechts Hinweis auf EU-Kofinanzierung setzen!)
Teaserbild Neue Wehranlage (neues_wehr.jpg)
Eine Stadt am Fluss – für die Dorfener Bevölkerung brachte die Isen stets ein potentielles Hochwasserrisiko mit sich. Manch einer der rund 13.000 Bewohner der Kleinstadt erinnert sich sicher noch an das Hochwasser im Jahr 1954.
hier: evtl. Photo Hochwasser in Dorfen 1954 (hochwasser_dorfen_1954)
Um Dorfen in Zukunft vor Hochwasser bestmöglich zu schützen, wurde ein entsprechendes Bauprojekt in die Wege geleitet. Im Jahr 2004 erfolgte hierfür die Planfeststellung durch das Landratsamt Erding.
Der Hochwasserschutz wird durch eine Kombination mehrerer getrennter Maßnahmen erreicht:
• Bau von Rückhalteflächen im östlichen und westlichen Stadtgebiet
• Ertüchtigung des Isen-Flutkanals
• Neubau der Wehranlage und neue Ufermauern
• Neubau von Deichen und Ufermauern im St.-Sebastian-Viertel und nördlich der Isen
• Objektschutz an der Nelkengasse
(jump-down-Funktion zu einzelnen Abschnitten)

Beschreibung
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hier: Luftbild Dorfen (luftbild_dorfen.jpg)
hier: Übersichtslageplan (uebersichtsplan.pdf)
Retentionsraumausgleich durch Bau von 170.000 m3 Ersatz-Rückhalteflächen
Sowohl östlich als auch westlich von Dorfen wurden durch Erdabtrag flache Mulden angelegt. Teilweise liegt hier das Grundwasser offen, so dass kleine seichte Weiher entstanden sind.
hier: Photos früher – heute:

Beschreibung

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aus Ordner Retentionsraum westlich (retentionsraum_westlich_vorher.jpg, retentionsraum_westlich_nachher.jpg)

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aus Ordner
Retentionsraum_östlich (isenauenpark.jpg, isenauenpark_weiher.jpg, hws_dorfen_fertig.jpg)

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Im Falle eines Hochwassers dienen diese Flächen als Retentionsräume, d.h. dem Wasserrückhalt in der Fläche (insgesamt 170.000 m3). Die Isen kann sich hier ausbreiten, ohne Schäden zu verursachen.
Ertüchtigung des Isen-Flutkanals
Um die Leistungsfähigkeit des Isenflutkanals in Zukunft zu verbessern, wurden auf einer Lauflänge von ca. 600 Metern das Gerinne aufgeweitet, die Ufer abgeflacht und die Sohle mittels Sohlrampen stabilisiert. Diese Arbeiten führte die Flussmeisterstelle Freising im Sommer 2005 durch.
hier: Photos früher – heute:

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aus Ordner Isenflutkanal und Isenpark (flutkanal_richtung_wehr_vorher.jpg, flutkanal_richtung_wehr_nachher.jpg)
Seit Anfang September 2010 ist die Ableitung des Restwassers in den Flutkanal mit wasserrechtlichem Bescheid geregelt.
Neue Wehranlage und neue Ufermauern am Flutkanal
hier: Photos aus Ordner Wehranlage und Ufermauer (6 Bilder außer neue_ufermauer.jpg))

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Das bestehende, nicht mehr standsichere Wehr wurde abgebrochen und durch eine neue Wehranlage einige Meter oberhalb der alten ersetzt. Diese Anlage erhielt drei beheizbare Rollschützen, die jeweils mit einem elektromechanischen Antrieb gezogen oder gesenkt werden können. Die Leistungsfähigkeit ist nun erheblich größer, der Betrieb der Verschlusseinrichtungen einfacher und gerade im Winter bei Vereisungsgefahr zuverlässiger als bei der alten Anlage. Die Einweihung des neuen Wehres fand Ende November 2007 statt.
Zur Verbesserung der Hochwassersituation sowohl im Staubereich bzw. Stadtdurchgang als auch unterhalb der Wehranlage war es notwendig, auch hier die Leistungsfähigkeit des Flutkanals deutlich zu erhöhen. Das vorher vorhandene Trapezgerinne mit natürlichen und stark abgebrochenen Böschungen wurde dazu in ein Rechtecksgerinne mit senkrechten Uferwänden umgebaut. Der Ausbau mit natürlichen Böschungen war hier wegen der beengten, örtlichen Situation nicht möglich.
hier: Photos aus Ordner Wehranlage und Ufermauer (neue_ufermauer.jpg)

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Deiche und Ufermauern im St.-Sebastian-Viertel
Damit aus den Überschwemmungsflächen kein Wasser in die Innenstadt fließen kann, wurden im Bereich des Wohngebiets St. Sebastian beidseits der Isen im Wechsel ca. 440 Meter Deiche und ca. 350 Meter Mauern errichtet. Auch am Mühlbach stehen nun neue Ufermauern, die eine Überschwemmung der angrenzenden Gebäude im Falle eines Rückstaus des Isen verhindern.
hier Photos früher – heute:
aus Ordner St. Sebastian (8 Bilder)
aus Ordner Deichneubau Lipp(2 Bilder)
aus Ordner Mühlbach (10 Bilder)
Objektschutz an der Nelkengasse
Als Letzte zu realisierende Maßnahme stand im Herbst 2010 der Objektschutz für die Gebäude in der Nelkengasse an, die in der Vergangenheit mehrfach durch Hochwasser beeinträchtigt wurden. Es erfolgte eine Erhöhung des Fußweges entlang des Isen-Flutkanals sowie bestehender Gartenmauern.
hier Photos früher – heute:
aus Ordner Nelkengasse(6 Bilder)
Kosten
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme beliefen sich auf 6,6 Millionen Euro. Ein Teil der Maßnahmen wurde durch EU-Mittel kofinanziert. 30 Prozent der Kosten trug die Stadt Dorfen.
Weitergehende Informationen:
Pressemeldungen Dorfener Anzeiger (merkur_online_2007.pdf; merkur_online_2010.pdf)
Photos von der Einweihung der neuen Wehranlage
Stadt Dorfen – Hochwasserschutz
(http://www.dorfen.de/hochwasserschutz/blog)
(http://www.dorfen.de/referenten/referat-hochwasser-2)










