Wasserwirtschaftsamt
München

Schöpfwerke in Freising
Hochwasserschutz durch Binnenentwässerung

Als ein Teilprojekt (Bauabschnitt 13) des Gesamtkonzeptes Isar 2020 wurden in Freising in den Jahren 2007 bis 2009 entlang der vorhandenen Deiche drei neue Schöpfwerke gebaut. Dadurch konnte eine deutliche Verbesserung der Binnenentwässerung der Stadt erreicht werden.

Lageplan der Schöpfwerke
+ Lageplan der Schöpfwerke

Ausgangssituation:

Bei einem Hochwasser in der Isar steigt das Grundwasser in den angrenzenden Flächen an. Die den Deich begleitenden, ansonsten trockenen Gräben führen zunehmend Wasser. In den natürlichen Senken ufern die Gräben aus und überschwemmen die umliegenden, bebauten Grundstücke.

Die Isar hat Hochwasser - August 2005
+ Die Isar hat Hochwasser - August 2005

Situation der Anlieger Ismaningerstraße
+ Augusthochwasser 2005 – Situation der Anlieger Ismaningerstraße

Maßnahmen:

Um bei Hochwassersituationen die Überschwemmung bebauter Flächen zukünftig zu verhindern, wurden drei künstliche Becken (Schöpfwerke) angelegt, in denen das Wasser gesammelt und anschließend über den Deich in die Isar zurückgepumpt wird. Insgesamt wurden auf einer auf einer Fläche von 15 000 m2 20 000 m3 Erdreich abgegraben und auf einer Deponie entsorgt.

Schöpfwerk Ost 3 - Einlaufschächte
+ Schöpfwerk Ost 3 - Einlaufschächte

fertiges Schöpfwerk beim Jugendzentrum
+ fertiges Schöpfwerk beim Jugendzentrum

Mobile Pumpen:

Für jedes Schöpfwerk existieren zwei mobile Pumpen, die im Hochwasserfall von der Feuerwehr eingesetzt werden. Die Pumpen haben eine Förderleistung von 330 l/s.

Zusammen können damit pro Tag mehr als 170 000 m3 Wasser befördert werden.

Die Feuerwehr führte 2007 einen Probelauf der mobilen Pumpen durch:

Feuerwehranhänger mit mobiler Pumpe
+ Feuerwehranhänger mit mobiler Pumpe

Bei einem kleinen Hochwasser im Juni 2009 kamen die Pumpen bereits zum Einsatz:

Pumpe im Einsatz
+ Pumpe im Einsatz

Peilstab:

Unweit der Einlaufschächte befindet sich bei den Schöpfwerken ein Peilstab mit farbigen Markierungen. Ziel ist es, den Wasserstand in den Becken im „grünen Bereich“ zu halten. Bei einer Unterschreitung des grünen Bereichs muss die Pumpenleistung reduziert werden, um die Standsicherheit des Deichs nicht zu gefährden.

Foto Peilstab
+ Foto Peilstab

Finanzierung:

Die Kosten für die drei Schöpfwerke beliefen sich auf 1,2 Mio Euro, wobei sich die Stadt Freising mit 17,5% beteiligte.

Weiterführende Informationen

Presse-Echo