Gewässeran- bzw. bewohner
Klasse: Mammalia - Säugetiere
Die Säugetiere (wir Menschen gehören zoologisch gesehen auch dazu) sind warmblütige, wenigstens embryonal behaarte Wirbeltiere. Sie haben meist vier Gliedmaßen, wobei es entweder vier Beine mit Füßen oder zwei Beine und zwei Arme mit Händen sein können. Sie haben ein Herz, das in zwei Vorkammern und zwei Herzkammern geteilt ist. Sie gebären in der Regel lebende Junge, die sie aus Milchdrüsen ernähren. Warmblütigkeit bedeutet nicht, dass die Körpertemperatur immer gleichbleibend hoch ist.
Es gibt auch Säugetiere, die nicht vier Gliedmaßen haben. Bei den Walen und Seekühen sind Becken und Hintergliedmaßen stark verkümmert und äußerlich nicht mehr sichtbar. Auch gebären nicht alle Säugetiere lebendige Junge (Kloakentiere legen Eier und ernähren ihre daraus schlüpfenden Jungen aus zitzenlosen Milchdrüsen).
Gruppe der Gewässeran- bzw. bewohner
| Gewässeran- bzw. bewohner |
Castor fiber
(Biber / "Meister Bockert")
Bild 1 (203 KB)
Bild 2 (65 KB)
Bild 3 (280 KB)
Bild 4 (240 KB)
Bild 5 (260 KB)
|
 |
- Während des 19. Jahrhunderts wurde auf den Biber rücksichtslos Jagd gemacht. Nicht nur seines zarten Fleisches, besonders der Schwanz galt als Delikatesse, sondern auch wegen des weichen Felles wurde der Nager fast ausgerottet.
- Der letzte bayerische Biber wurde um 1867 in der Amper, nordwestlich von München, beobachtet. Erst 100 Jahre später wurden wieder russische, schwedische und polnische Biber in der Donau und am unteren Inn ausgesetzt. Seitdem haben sich die Biberbestände gut erholt, und der Nager hat in unserer Region wieder eine Heimat gefunden.
- Doch die Freude über den Nager ist nicht ungeteilt, da er durch seine Bautätigkeit schon so manchem Landwirt (erhöhte Grundwasserstände führen zur Vernässung von landwirtschaftlichen Flächen) und Teichwirt (Beschädigung der Dämme) "beträchtlichen Schaden" zugefügt hat.
|
Ondatra zibethica
(Bisam / "Bisamratte")
Bild (108 KB)
|
 |
- Der Bisam (fälschlicherweise als Bisamratte bezeichnet) gehört zur Familie der Wühler, und besitzt somit keine verwandschaftlichen Beziehungen zum Biber. Unterscheiden kann man den Bisam vom Biber durch seinen kleineren Wuchs und dem langen dünnen Schwanz.
- Als Lebensräume dienen dem Bisam Teiche und Seen, Kanäle, Sümpfe und langsam fließende Flüsse mit reichlichem Uferbewuchs. Die Tiere wandern oft weit über Land, auch im Winter, auf der Suche nach geeigneten Lebensräumen.
- Die Bisamratte stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde 1905 bei Prag ausgesetzt und hat sich von dort über ganz Mitteleuropa ausgebreitet.
- Als Nahrung bevorzugt der Bisam vorwiegend pflanzliche Nahrung, vor allem Wasserpflanzen, auch Rinde von Weiden. Zur Deckung des Eiweißbedarfs werden auch Muscheln und Krebse nicht verschmäht.
- An Gewässern mit Uferböschung gräbt der Bisam mit seinen Zähnen und Vorderpfoten Baue, deren Eingang stets unter dem Wasserspiegel liegt. Diese Grabetätigkeit kann an Erddämmen und Fischteichen zu großen Schäden führen. An den flachuferigen Teichen und in den Sümpfen baut der Bisam kegelförmige Burgen aus Schilf und anderem Pflanzenmaterial. Sie können bis 2 m Durchmesser und Höhe haben.
|
Weiterführende Informationen
Links zu anderen Angeboten