Wasserwirtschaftsamt
München

Blaualgen - Cyanophyta

Die Blaualgen gehören entwicklungsgeschichtlich eher zu den Bakterien als zu den höheren Algen. Genau wie die Bakterien besitzen die Blaualgen nämlich keinen echten Zellkern. Deshalb findet man in der Literatur auch häufig die Bezeichnung Cyanobakterien.

Blaualgen sind wohl die ältesten heute noch lebenden photoautotrophen (Umwandlung von anorganischen Verbindungen in organische Substanzen mit Hilfe von Licht) Pflanzen. Die energieumwandelnden Prozesse finden an der äußeren Zellmembran (dem Plasmalemma) und an intrazellulären Membranen statt.

Als photoautotrophe Organismen tragen sie nicht unerheblich zur Produktion von Biomasse bei. Ihre Dominanz in vielen Gewässern streicht ihre ökologische Bedeutung besonders hervor; vielfach sind sie auch die Verursacher einer "Wasserblüte" (Massenentwicklung von Blaualgen).

Eine Bewegung durch Geisseln wurde bei keiner Art gefunden. Die für Blaualgen typische Bewegungsweise ist ein Gleiten, durch das Zellfäden in Schwingung geraten können; daher auch die Benennung einer weitverbreiteten Gattung: Oscillatoria - Schwingalge.

Gruppe der Blaualgen
Blaualgen
Merismopedia sp.
(Tafelblaualge)

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  • Die Tafelblaualge besteht nur aus einer Schicht von Zellen, die in ihrer Gesamtheit von einer Hülle umgeben sind.
  • Durch regelmäßig abwechselnde Zellteilung in zwei aufeinander senkrecht stehende Richtungen, entsteht diese einlagige Zellkolonie, deren Vorkommen auf stehende Gewässer beschränkt ist.
Phormidium sp.
(Häutchenblaualge)

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  • Diese Schalenamöbe erscheint in der Aufsicht kreisrund. In der Seitenansicht sind diese Amöben mehr oder weniger helm- bzw. glockenförmig.
  • Im Jugendstadium erscheint die Schale hell, hyalin und durchsichtig. Ältere Exemplare besitzen dagegen dunkelbraun gefärbte Schalen.
  • Je nach Art können diese Amöben einen Durchmesser von 50 bis 150 µm erreichen.
  • Als Nahrung brauchen diese Tiere Kiesel-, Faden- und Grünalgen, Flagellaten und Wimpertierchen.
  • Erfahrungsgemäß findet man diese Tiere in allen Gewässertypen: Fließgewässer, Seen, Teiche und auch im Belebungsbecken von Kläranlagen.