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Grundeisbekämpfung – ein besonderes Kapitel im aktiven Hochwasserschutz
Alle Jahre wieder muss im Winter mit einer massiven Eisbildung an unseren Gewässern gerechnet werden. Daher gilt es, regelmäßig vorbeugende Maßnahmen zur Eindämmung der Hochwassergefahr durch eine potentielle Grundeisbildung zu ergreifen.
Die Flussmeisterstelle München führt alljährlich an der Würm und am Würmkanal Maßnahmen zur vorbeugenden Grundeisbekämpfung durch.
Grundeisbildung – was ist das?
Grundeisbildung ist ein Phänomen, das während starker Frostperioden auftritt. An der Gewässersohle bildet sich Bodenfrost. An der kiesigen Sohle wachsen Eiswolken auf, die Gewässersohle kann bis zu 0,5 Metern angehoben werden.

Schemazeichnung zur Grundeisbildung
Bedeutung für Hochwasser
Bei gleichbleibender Wasserführung steigt der Wasserstand in Folge der Grundeisbildung an, bei geringem „Sicherheitsabstand“ (Freibord) kann der Fluss ausufern und großflächige Überschwemmungen hervorrufen.
Grundeisbekämpfung – aktiver Hochwasserschutz
Vorbeugende Maßnahmen
Um frühzeitig vorzubeugen, muss in den grundeisgefährdeten Gewässerabschnitten
- Unrat entfernt werden
- abflusshinderlicher Bewuchs zurückgeschnitten werden
- Brückenbereiche und die „Eisgänge“ besonders gesäubert werden.

Stelzenbagger beim Bewuchsschnitt
Im Falle des Falles…
Ist es zur Grundeisbildung gekommen, werden sogenannte Abeistrupps und Stelzenbagger eingesetzt, um das Grundeis von der Gewässersohle zu lösen, Brückenbereiche und Hindernisse freizuhalten und Eisschollen in die richtigen Bahnen zu lenken.
Grundeisbekämpfung ist überwiegend Handarbeit, die in den gefährdeten Abschnitten regelmäßig wiederholt werden muss.

Abeistrupp bei einer Besprechung

Abeistrupp bei der Arbeit

Berufsfeuerwehr München

Stelzenbagger bei der Eisbekämpfung
